Don’t:
Meine erste Woche in der Ausbildung? Ich habe mich komplett blamiert.
Am ersten Tag bin ich direkt zehn Minuten zu spät gekommen. Hab nicht verschlafen, sondern einfach gedacht: „Der Weg dauert nur 20 Minuten.“ Tat er aber nicht.
Dann stand ich vor dem falschen Eingang.
Später hab‘ ich die Chefin nicht erkannt und wie einen alten Kumpel gegrüßt: „Was geht?“
Noch später sollte ich etwas aus dem Lager holen. Ich habe natürlich nicht gefragt, wo das ist, wollte nicht planlos wirken. Und dann bin ich zwanzig Minuten herumgelaufen und hab gesucht.
Beim Mittagessen mit dem Team habe ich nichts gesagt. Alle haben sich unterhalten und ich saß da wie ein NPC in einem Videospiel.
Do:
Rückblickend hätte ich es mir viel leichter machen können. Zehn Minuten früher losfahren zum Beispiel. Leute, die man nicht kennt, erst mal höflich mit einem klassischen „Guten Morgen“ begrüßen.
Und vor allem: einfach nachfragen. Niemand erwartet von neuen Azubis, dass sie am ersten Tag jeden Raum, jede Maschine und jeden Ablauf kennen.
Der richtige Umgang mit dem Team ist auch keine Geheimwissenschaft. Freundlich sein und mitreden, aber auch nicht zu dick auftragen. Nicht gleich zu privat werden, aber auch nicht total unpersönlich.
Und noch etwas habe ich schnell gemerkt: Im Betrieb hilft man sich gegenseitig. Also immer mit anpacken, wenn jemand Unterstützung braucht.
Keine geheimen Benimmregeln also. Einfach ein normaler Umgang miteinander.