Netzwerken bedeutet nicht, sich zu „vermarkten“, sondern Beziehungen aufzubauen, die auf gegenseitigem Interesse und Vertrauen beruhen. Das ist wichtig, denn viele Jobs entstehen über persönliche Empfehlungen.
Warum Netzwerke so wichtig sind
Netzwerke öffnen Türen – zu Praktikumsplätzen, Ausbildungsbetrieben, Weiterbildungen, neuen Projekten oder festen Anstellungen. Und sie geben dir Rückhalt, wenn du mal nicht weiterkommst.
Wo du Kontakte knüpfen kannst
In der Schule oder Ausbildung:
Mitschüler/innen, Lehrkräfte, Ausbilder/innen oder ehemalige Azubis
Im Familien- oder Bekanntenkreis:
vor allem, wenn dort Menschen in Branchen arbeiten, die für dich interessant sind.
Bei Praktika und Nebenjobs:
Kolleg/innen, Vorgesetzte oder andere Auszubildende
Bei Messen und Veranstaltungen:
IHK-Aktionstage, Ausbildungs- und Jobmessen
In Online-Berufsnetzwerken
Plattformen wie LinkedIn oder XING oder über Social Media, zum Beispiel auf den Kanälen von Unternehmen oder Azubi-Netzwerken.
So pflegst du dein Netzwerk
Wichtig ist, dass du offen auf andere zugehst und echtes Interesse zeigst. Fragen stellen, zuhören und dich bedanken: So bleibst du positiv im Gedächtnis. Das heißt konkret: ab und zu nachfragen, Glückwünsche senden, interessante Artikel teilen oder gemeinsame Themen ansprechen.
Fange früh an Netzwerke aufzubauen, denn sie sind wie ein Schneeballsystem: Du kennst jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt … Und fast von allein hast du irgendwann genau den passenden Tipp, der dich weiterbringt.
So kann’s laufen:
Jannes interessiert sich schon länger für E-Commerce und alles rund um den Onlinehandel.
Auf der Jobmesse kommt er mit einer Ausbilderin ins Gespräch – sie arbeitet zwar nicht bei Jannes Traum-Unternehmen, aber sie kennt die Branche richtig gut.
Sie gibt ihm den Tipp, sich Unternehmen in der Region anzuschauen, die E-Commerce-Kaufleute ausbilden, und erzählt, worauf Betriebe besonders achten. Außerdem empfiehlt sie ihm, aktiv auf Messen nach aktuellen Ausbildungsplätzen zu fragen – viele Unternehmen suchen genau dort Nachwuchs.
Motiviert durch das Gespräch spricht Jannes an einem anderen Stand spontan einen jungen Mitarbeiter an. Der arbeitet tatsächlich in dem Unternehmen, von dem Jannes schon so lange träumt – und verrät ihm: „Wir suchen gerade jemanden in der E-Commerce-Ausbildung. Bewirb dich unbedingt!“
Ein paar Nachrichten, ein Telefonat – und plötzlich ist Jannes zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Wenige Wochen später hält er seinen Ausbildungsvertrag in der Hand.
Und das alles, weil er auf der Messe den Mut hatte, einfach den ersten Schritt zu machen.