Resilienz ist ein Begriff, den man in letzter Zeit oft hört. Manchmal klingt er nach „einfach durchziehen“ oder „alles locker wegstecken“. Gemeint ist aber etwas anderes: Resilienz ist die Fähigkeit, mit Stress, schwierigen Situationen und Rückschlägen so umzugehen, dass man handlungsfähig bleibt.
Mit Druck umgehen, wenn er bleibt
Nicht jeder Stress lässt sich vermeiden. Prüfungen, Abgabetermine, Zeitdruck oder hohe Erwartungen gehören manchmal dazu. Resilienz bedeutet dann, den Druck wahrzunehmen und anzuerkennen, dass er gerade da ist. In solchen Situationen hilft, innerlich Abstand zu gewinnen und zu ordnen: Was ist jetzt am wichtigsten? Was kann warten? Siehe nicht den riesigen Berg vor dir, sondern kleine Etappen.
Situationen und Fehler realistisch bewerten
Nicht alles, was schiefläuft, ist ein persönliches Scheitern. Kritik, Fehler oder Rückschläge sagen nichts über deinen Wert aus. Resilient zu sein heißt, Situationen von der eigenen Person zu trennen. Das nimmt Druck raus und macht es leichter, aus Erfahrungen etwas mitzunehmen.
Sich selbst treu bleiben
Im Alltag gibt es viele Erwartungen – im Betrieb, im Freundeskreis oder von dir selbst. Resilienz heißt nicht, es allen recht zu machen. Wichtig ist, zu wissen, was dir wichtig ist, und Entscheidungen zu treffen, die zu dir passen. Wer sich ständig verbiegt, verliert auf Dauer Energie.
Resilienz ist eine innere Haltung
Sie wird durch bestimmte Dinge unterstützt: ein gesundes Selbstwertgefühl, eine realistische Sicht auf Herausforderungen und Menschen, die zuhören und unterstützen. Auch zu wissen, dass man nicht alles allein schaffen muss, macht widerstandsfähiger.
Dranbleiben lohnt sich
Resilienz ist nichts, was man einfach hat oder nicht hat. Sie entsteht nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich Schritt für Schritt. Du stärkst sie durch Erfahrungen, durch Nachdenken und durch Austausch. Resilienz ist wie ein Muskel: Man kann sie trainieren und dann wird sie stärker.