Ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben ist nicht Mathe („8 Stunden Arbeit + 8 Stunden Freizeit + 8 Stunden Schlaf). Entscheidend ist, wie du deine freie Zeit nutzt. Nutzt du sie als „Akku“ für dich? Kommst du wirklich runter und kannst wieder aufladen?
Dos: So hältst du Job und Leben im Gleichgewicht
Do: Freizeit erleben, die dich erfüllt
Erholung kann aktiv sein (Sport, Freunde treffen, draußen sein), aber genauso gut ruhig (lesen, schlafen, nichts tun). Wichtig ist, dass dein Kopf abschalten kann und du neue Energie tankst. Und ganz ehrlich: zocken oder Social Media können ein Teil deiner Freizeit sein. Aber Erlebnisse im „Real Life“ sollten nicht zu kurz kommen – sie laden deinen Akku nachhaltiger auf.
Do: Nein sagen lernen – freundlich, aber deutlich
Auf sich selbst zu achten, heißt auch, gesunde Grenzen zu setzen – im Job genauso wie im Privatleben. Alles anzunehmen, um niemanden zu enttäuschen, kann schnell überfordern. Zugegeben: Nein sagen, fällt vielen schwer. Aber du kannst lernen, deine Bedürfnisse ruhig, respektvoll und konstruktiv zu formulieren.
Do: Job und Privatleben trennen
Abschalten klappt besser, wenn Arbeit und Freizeit nicht ständig ineinanderlaufen. Das kann heißen: nach Feierabend keine Arbeitsnachrichten mehr, Benachrichtigungen ausschalten oder feste Zeiten zum Checken einführen. Auch kleine Rituale helfen, zum Beispiel ein kurzer Spaziergang nach der Arbeit und Arbeitsmaterialien bewusst weglegen.
Do: Schlaf als Leistungstool sehen
Schlaf ist keine Zeitverschwendung, sondern die Basis dafür, dass du lernen, konzentriert bleiben und mit Stress umgehen kannst. Wer regelmäßig genug schläft, ist belastbarer und kommt entspannter durch den Alltag.
Don’ts: Was dich aus dem Gleichgewicht bringt
Don’t: „Ich muss funktionieren – egal wie.“
Viele Azubis setzen sich selbst unter Druck, immer 100 Prozent zu bringen. Aber: Wenn du dauerhaft über deine Grenzen gehst, leidet Energie und Motivation. Stress verschwindet nicht von selbst – er schiebt sich in den Feierabend, in den Schlaf und irgendwann in den nächsten Arbeitstag. Wer Warnsignale ignoriert, überfordert sich schneller.
Don’t: Arbeit in den Feierabend schleppen
Wenn du auch in der Freizeit gedanklich ständig bei der Arbeit bist, kommt dein Kopf nicht zur Ruhe. Besonders schlimm: das Grübeln, wenn mal was nicht so gut gelaufen ist. Das raubt extrem viel Lebensenergie. Versuche wirklich abzuschalten.
Don’t: Die Gesundheit vernachlässigen
Unter Zeitdruck essen, kaum Bewegung, ständig müde? In stressigen Phasen rutscht die eigene Gesundheit schnell in den Hintergrund. Wer Warnsignale dauerhaft übergeht, riskiert, dass aus kleinen Belastungen ernsthafte Probleme werden.
Don’t: Familie und/oder Freunde vernachlässigen
Ausbildung und Arbeit ist wichtig, aber sie ist nicht dein ganzes Leben. Soziale Kontakte sind kein Luxus, sondern der Ausgleich, der dir Energie gibt, Stress abbaut und den Kopf frei macht. Triff dich mit deinen Freundinnen und Freunden und profitiere vom emotionalen Rückhalt in deiner Familie, wenn du mal ein Tief hast.